Trappistenbier Nivard aus Engelszell

Trappistenbier aus Engelszell
Trappistenbier NIvard

Trappistenbier österreichischer Ausprägung – das KALEA Bier des Monats. Peter Krammer, der Bräu aus dem Landbrauhaus Hofstetten – St. Martin im Mühlviertel, braut auch im Stift Engelszell. Sein Gedanke bei der Schöpfung des dritten Bieres aus der Brauerei des Trappistenklosters war, ein Bier zu brauen, das – im weiteren Sinne – dem Lieblingsbierstil der Österreicher ähnelt und dennoch etwas anderes, besonderes ist. Alkoholgehalt und Malzkomposition sind beinahe identisch, die obergärige Trappistenhefe gibt dem Bier jedoch den entscheidenden, eigenen Charakter.
Goldgelb mit kompaktem und blütenweißem Schaum, gleichmäßige Trübung. Fruchtige Noten und feine Kräuter in der Nase. Kräftiger Antrunk mit intensiver Rezenz. Die Fruchtigkeit wird von einer angenehmen Bittere durchaus dominant begleitet. Bis zum Ausklang bleibt Nivard prickelnd und sehr harmonisch.
5,5 Vol. % Alc.

Zum LANDBRAUHAUS HOFSTETTEN

Trappistenbier

Weltweit gesuchte Biere – seit wenigen Jahren auch aus Österreich. BeerKEeper bringt einen aktualisierten Textauszug aus dem 2013 erschienen Buch „Große Biere aus kleinen und großen Brauereien“ von Sepp Wejwar.
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Wenn um ein Produkt oder eine Produktfamilie ein richtiger „Hype“ entsteht, steckt immer mehr dahinter, als „nur“ gute Qualität. Eine sehr hohe Produktgüte ist allerdings die Voraussetzung für einen dauerhaften Höhenflug. Mit Verknappung kann die Begehrlichkeit nach einem Produkt zusätzlich gesteigert werden. Etwas, das schwer zu bekommen ist, gilt oft als besonders begehrenswert. Der Mensch ist, tief in seinem Inneren, immer noch Jäger und Sammler.

Von Trappisten und in Trappistenklöstern gebraut.

Ein Trappistenbier muss von Trappisten, oder unter deren Aufsicht gebraut werden. Die Braustätte muss in einem Trappistenkloster stehen – oder in dessen unmittelbarer Umgebung. Dass die Mönche noch selbst brauen (oder das Brauen beaufsichtigen) ist eine Besonderheit, die neben den Trappisten-Abteien nur noch wenige Klöster auszeichnet. Viele Orden „delegieren“ das Brauen, teilweise an internationale Konzerne. So wird etwa ein gut distribuiertes Abteibier von einem Bier-Multi hergestellt.

O.C.S.O – Order of Cistercians of the Strict Observance.

Der Orden heißt „Zisterzienser der strengeren Observanz“ und wird nur volkstümlich (nach dem Gründungskloster „La Trappe“) „Trappisten“ genannt. Um ein Trappistenbier erzeugen zu dürfen, muss das Kloster eine besondere Genehmigung der Ordens-Leitung haben.

Herkunftsbezeichnung; kein Bierstil.

„Trappistenbier“ oder auch „Bière Trappiste“ ist eine Herkunftsbezeichnung und kein Bierstil. Die Klöster brauen unterschiedliche Produkte deren Alkoholwert meist zwischen 6 und 12 Volumenprozent liegt. Zurzeit sind rund 30 Sorten am Markt, die größtenteils in Flaschen zu 0,33 Litern abgefüllt werden. Manche Klöster (etwa die bekannteste Trappistenbier-Marke) füllen auch in größere Flaschen ab, am Häufigsten in 0,75 Liter –Gebinde.

171 Klöster weltweit – aber nur 11 brauen.

Rund um den Erdball zählt der Orden heute 101 Männerklöster (mit rund 3000 Mönchen) und 70 Frauenklöster (mit etwa 1800 Nonnen). Längere Zeit waren es sieben Klöster, in denen Trappistenbiere hergestellt wurden – Sechs davon stehen in Belgien, eines in den Niederlanden. Zurzeit ist aber von zwölf brauenden Trappistenklöstern die Rede. Es gibt nun auch Trappistenbier aus Österreich, aus den USA, Italien, Frankreich. Wobei das Bier aus dem französischen Trappistenkloster „Mont Des Cats“ bei Chimay gebraut wird. So kommt eine zwölfte Etikette hinzu.

Trappistenbier aus Österreich.

Das Neunte brauende Kloster befindet sich in Österreich. Es wurde 1925 gegründet, heißt „Engelszell“ und liegt im Ort Engelhartszell malerisch an der Donau; nur wenige Stromkilometer flussabwärts von Passau. Der Bier-Erlös dient auch dort karitativen Zwecken.