Schon wieder eine Craft Beer Messe

Wollen Sie auch eine Craft Beer Messe oder ein Bierfest organisieren? Beeilen Sie sich, bald gibt es kein Plätzchen mehr ohne ein solches, innovatives Format. Nun bekommt auch Mainz seine Craft Beer Show. Am  27. und 28. November 2015, organisiert vom Messeveranstalter RAM Regio. Zu unser aller Überraschung werden dort: „Kreative Brauer ihre Produkte vorstellen und zum Verkosten anbieten“. Der angeschlossene HobbyBrauerMarkt soll interessierten Besuchern das nötige Equipment zum Selberbrauen vorstellen. Vorträge und Workshops liefern das Wissen dazu. Auch ein Hobbybrauerwettbewerb ist geplant. Die Projektleitung der CraftBeerMesse liegt in den Händen von Michael Hay, selbst Hobbybrauer und Craft Beer Fan.

In der Presseaussendung erfahren wir auch die Deutung des Veranstalters zur Begriffsdefinition:

Unter dem Begriff Craft Beer (Craftbier) versteht man individuell gebraute Biere, die sich in Qualität und Geschmack von den industriell gefertigten Massenbieren abheben. Dabei experimentieren kreative Brauer auch schon mal mit Zutaten jenseits von Hopfen, Malz, Wasser und Hefe und lassen historische Bierstile wieder aufleben. Natürliche Zutaten und traditionelle Braukunst, verbunden mit innovativen Rezepten, zeichnen die Craft Brauer aus. Der deutsche Craft Beer-Markt erfreut sich an stetigem Wachstum. Regelmäßig eröffnen neue innovative Brauereien, die mit Sorten wie Porter, Rauchbier, India Pale Ale oder Barley Wine die deutsche Bierlandschaft bereichern und mit ungeahnter Geschmacksintensität bei bekannten Stilen wie Pils oder Weizen überraschen„.

Das ist beileibe nicht die schlechteste Erklärung des eigentlich undefinierbaren Begriffes „Craft Beer“. Hier ist man vielen anderen weit überlegen, zum Beispiel der Frankfurter Rundschau, die in der verwichenen Woche folgende „Defintion“ veröffentlicht hat: „Klein- und Kleinstbrauereien boomen seit etwa 30 Jahren in den USA. Mittlerweile haben handwerklich hergestellte Biere (craft = Handwerk) dort einen Marktanteil von knapp zehn Prozent erreicht – trotz oft deutlich höherer Preise und begrenzten Ausstoßes„. Hut ab vor Michael Hay, der sowohl auf die völlig an der Realität vorbeizielende Formulierung „Handwerklich hergestellt“ als auch auf eine Größenreferenz verzichtet hat. Wohl wissend, dass weltweit anerkannte Craft Breweries, wie Samluel Adams (Boston, USA) mit mehr als 4 Millionen Hektolitern Jahresausstoß wahrlich nicht unter die Kleinstbrauerein fallen. Alleine das lässt hoffen, dass Mainz einen kompetenten Veranstalter bekommt und sich die dortige Craft Beer Messe wohltuend aus der Fülle ähnlich benamster Events hervorheben wird. Glück auf!

Die erste Mainzer CraftBeerMesse wird an beiden Veranstaltungstagen – Freitag und Samstag – von 14 bis 22 Uhr geöffnet haben.

Michael Hay