Klausi und Rudi im Bierhimmel

Es ist eine schöne Geschichte, wie sie nur Hopfen und Malz schreiben. Sie beginnt mit einem Kurs Anfang 2014 und findet am 11.11. 2015 einen vorläufigen Höhepunkt.

Jänner 2014

Birgit Rieber und Der Biersepp halten ihren ersten großen Kurs in der Villacher Brauerei. Im wissensdurstigen Publikum sitzen vor allem Kräfte der Vereinigten Kärntner Brauereien. Die beiden BeerKeeper bringen einen craftiger Klassiker, Sierra Nevada Pale Ale, zur Verkostung. Begeisterung. Köpfe werden zusammengesteckt. Tuscheln. Schnell ist ein Ziel gefasst: „Wir wollen auch so ein Bier brauen„. Und eine Latte gelegt: „Nur muss es mindestens genau so gut sein„.

Oktober 2014

Die beiden Brauer „Rudi“ (Rudolf Kohlweg) und „Klausi“ (Klaus Pink) sitzen im zweiten Kurs. Sie konfrontieren Birgit Rieber mit Proben aus gut 40 verschiedenen Suden, die sie auf ihrer Versuchsanlage eingebraut haben. Birgit, die bierige Supernase, tüftelt begeistert mit und gibt wertvolle Tipps. Es werden weitere Sude gebraut.

November 2014

Es ist vollbracht. Chefbraumeister Manuel Düregger (er war während der gesamten Produktentwicklung immer das „Zünglein an der Waage“, hat seinen beiden Brauern stets die Entwicklungsrichtung vorgegeben) hat das neue Kärntner Pale Ale fertig gebraut. Marketingmann Peter Peschel hat ihm eine fantastische Ausstattung verpasst und Verkaufleiter Stefan Katzengruber scharrt in den Startlöchern. Niemand weiß, ob der Sud verkauft werden wird und wenn ja, wie rasch.

„Alles für den Gast“  2014

Schleppe No 1“ rose like a Phenix. Mit dem fantastischen Bier (das Urteil bezieht sich auf das Produkt und seine Ausstattung) wird die alte Traditionsmarke fulminant wiederbelebt.

Frühjahr 2015

In der Zwischenzeit ist Schleppe No 1 eine Legende. Craft Bier aus Villach eine Erfolgsgeschichte. Gastronomie, Handel und Verbraucher sind begeistert. X Sude wurden eingebraut und meist ist das Bier rasch ausverkauft.

11.11. 2015 – BrauBeviale Nürnberg

Schleppe No 1 bekommt eine European Beer Star. Jeder weiß wie schwierig es ist, gerade mit einem Bier dieser Kategorie überhaupt in die Endrunde zu kommen; die weltweite Konkurrenz ist mächtig. Aber nicht übermächtig – zumindest nicht für die Tüftler Rudi und Klausi. Die gestandenen Brauer sind im Bierhimmel. Und Braumeister Manuel Düregger bekommt in Nürnberg die wohlverdiente Auszeichnung. Wir freuen uns ganz sakrisch mit ihnen.

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Im Bild v.l.n.r.:  „Rudi“ Rudolf Kohlweg, Annemarie Lautermüller (Verband der Brauereien), „Klausi“ Klaus Pink, Braumeister Manuel Düregger und Christian de Roja (Vereingte Kärntner Brauereien).