Das war die 5. Braukunst Live

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Sujet der Braukunst Live!

26. bis 28. Februar 2016: Bereits zum fünften Mal in Folge öffnete das Tasting-Festival „Braukunst Live!“ seine Pforten im MVG Museum in München. Die Liste der Bier und Brauereien war – lange.

Auch in diesem Jahr gab es wieder Rekordzahlen

• 9.200 Besucher, ein deutlicher Anstieg gegenüber 8.500 Besuchern im Vorjahr.
• 90 nationale und internationale Brauereien aus insgesamt 14 Ländern, davon 30 aus Bayern.
• Mehr als 1.000 verschieden Biere.

Vielfalt, Trends, Neuheiten und vor allem der Biergenuss standen im Mittelpunkt der Tage. Wieder wurde extra für die Braukunst Live! eingebraut oder die Ausstellung als Podium für neue Produkte genutzt. Fast paradox: Raritäten waren auch in diesem Jahr – keine Seltenheit.

Frank Boer und seine Braukunst Live! Erfolgsgeschichte

Fünf Jahre Braukunst Live! sind auch eine Erfolgsgeschichte, nicht nur für den Veranstalter Frank Boer, sondern für die Bierszene insgesamt. Als Frank die erste „BKL“ gestaltete, war er ein Spirituosenspezialist, der sich für das Bier interessierte, der Ausdruck „Craft-Bier“ hat im deutschsprachigen Raum noch keine Rolle gespielt und die Brauereiszene hat das Abenteuer „Tasting-Festival“ noch recht skeptisch beäugt. In der Zwischenzeit platzt das Fest aus allen Nähten, was vielleicht das einzige Manko der Veranstaltung ist.

Klug gewählter Titel „Braukunst Live!“ und nicht etwa „Craft-Bier-Messe“

Hardcore-Craftler bekritteln, dass sich nun immer mehr große Konzerne und Bier-Marken dem Festival zuwenden und als Hauptsponsoren die BKL prägen. Insofern ist der Titel der Messe klug gewählt. Egal, ob aus weiser Voraussicht, oder, weil „Craft“, damals noch keine Kraft hatte: „Braukunst live!“ schließt auch den Mainstream ein. (Im Vergleich dazu: Das Magazin „Meiningers CRAFT“ sieht sich immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, dass der bierige Mainstream die Hauptmasse des dortigen Inhalts ausmacht und dass „Craft“ im Heft unterrepräsentiert sei).

BKL16

Die Aussteller der 1. Stunde

… gehörten zu den Mutigen, sie haben diese Veranstaltung überhaupt erst ermöglicht. So hatten BrauKon und Camba Bavaria spontan ein Hauptsponsoring übernommen. Die gegenwärtige Ausrichtung der Show scheint aber nicht mehr der strategischen Ausrichtung des weltweit tätigen Brauanlagenherstellers zu entsprechen, er hat sich aus dem Spektakel verabschiedet. Uns allen hilft aber:  Biervielfalt und Craft Bier sind hoffähig und mehrheitsfähig geworden.

Gemeinschaftsstände

Auch diesbezüglich hat sich die Politik derBKL geändert, wohl auch, um mit dem begrenzten Platz im MVV Museum noch einigermaßen zurecht zu kommen. Also gab es signifikant mehr Stände von Interessensgemeinschaften (z. B. Brewers Association mit über 50 Bieren aus 18 Brauereien), Händlern und Importeuren. Dadurch auch so viele Biere. Für Interessenten, die sich dem Thema erst nähern keine einfache Sache, herauszufinden, was man nun kosten soll – denn auch bei geeichten Kostern ist die Aufnahmefähigkeit schon aufgrund der Alkoholmengen begrenzt. Wir sind schon gespannt, wie das Ganze weiter geht  und wie sich die BKL 17 präsentieren wird. Sie wird wieder im MVV Museum stattfinden und zwar vom 10. bis zum 12. Februar  2017.

Die Aussteller

Die komplette Liste gibt es hier. Die Liste ist lang, enthält viele deutschen und internationalen Brauereien, altbekannte und viele Neuzugänge. Auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen, es kann hier nachgelesen werden.