Begrifflichkeiten

Marc Rauschmann, BraufactuM: „Begriffe wie „Gourmet-Bier“ oder „Edel-Bier“ haben wir selber ja nie gesagt. Diese Begrifflichkeiten gingen uns von Anfang an auf den Keks. Uns war die Bezeichnung zunächst auch gar nicht so wichtig. Uns war wichtig, die Craft Bier Philosophie wie wir Sie in so vielen Ländern gesehen haben mit den Stilen  die es damals in Deutschland nicht gab umzusetzen. Und wir wollten die Begeisterung für die Brau- und Lebensphilosophie nach Deutschland bringen. Es ging uns ja dabei von Anfang an um die Produkte und die Menschen. Und wir wollen viel Wissen dazu vermitteln. Da sich einige Journalisten nicht die Arbeit gemacht haben, sich mit dem Inhalt der Flaschen zu beschäftigen sondern nur das  Äußerliche beurteilt haben sind solche „Unwörter“ entstanden. Um dem entgegenzuwirken haben wir dann den Begriff Craft dann stärker verwendet. Aber wie gesagt, es ist mir eigentlich egal wie es genannt wird, es geht darum was man tut. Etliche die heute in den Markt kommen, machen es sich wiederum einfach und nennen etwas „Craft“ was wiederum wenig mit der Passion von Braumeistern und Begeisterung über zum Teil auch verrückte Bierstille zu tun hat.  Und  deren Braumeister sucht man dann auch vergebens auf den Festivals. Aber das ist ja nochmal ein anderes Thema.

BeerKeeper online hatte den BraufactuM Chef, Biersommelier Marc Rauschmann, auf die Aussendung „VOM GENUSSTREND ZUR NEUEN BIERKULTUR
BRAUFACTUM – VOM PIONIER ZUM VORREITER“ hin angesprochen, in der es, unter anderem, hieß: „2010 springt der Funke der brauhandwerklichen Graswurzelbewegung aus den USA nach Deutschland über. Autoren notieren das Gründungsjahr von BraufactuM als Beginn der Craft Bier Bewegung hierzulande“.