2017 – das Jahr der Mixes

Hout Bay, Südafrika
Noel zapft mit größter Sorgfalt

Beerkeeper ruft das Jahr der Mixes aus. 2017 wird es eine Fülle unterschiedlicher Zugänge zu Bier-Mischkulanzen geben: Cuvees, Mixed Draught, Cocktails, Beerkeeper-Sommelier-Mixes.

(Bild: Noel, Zapfer in der Urban Brewery, Hout Bay, Südafrika, zapft mit Hingabe.)

Alte Praxis und neue Zugänge: Die Bier-Cuvee

Zumindest österreichische BiertrinkerInnen kennen das G’Mischte, eine traditionsreiche Cuvee aus hellem und dunklem Bier – direkt vom Zapfhahn. Ottakringer hat diesen Verschnitt 2016 als Wiener G’Mischtes auf den Markt gebracht. Am 25. Jänner stellt der Verein Bierviertel eine flaschierte Cuvee vor, wir sind schon gespannt was genau da verschnitten wurde.

Auch unter den klassischen belgischen Bierstilen gibt es Cuvees, zum Beispiel das Flanders Red. Ein restsüßes Starkbier und ein mit Milchsäurebakterien nachvergorenes Sauerbier werden mit großer Expertise zusammengemischt. In der dafür bekanntesten Brauerei, Rodenbach, stehen 296 Holztanks zu je 60 Hektolitern, dort wird das Sauerbier ausgebaut. Da die zweite Gärung nicht exakt kontrolliert werden kann, besteht die Kunst der Braumeister vor allem darin, die richtige Mischung aus den zur Verfügung stehenden Gebinden, zu finden um so einen perfekten Geschmack auf die Flasche zu bringen.

Geuze – Jahrgangs-Verschnitte

Und natürlich sind die berühmten Geuzen Verschnitte – per definitionem. Lambicbiere unterschiedlicher Jahrgänge werden verheiratet. Diese Kunstfertigkeot wird in Belgien so geschätzt, dass sich Lambicverschneider dort „Brauer“ nennen dürfen, auch wenn sie noch keinen einzigen Liter Bier selbst eingebraut haben.

Aufruf: Sendet uns Euren individuellen Beerkeeper-Mix.

Was neu hinzukommen wird ist ein neuer Trend, den Beerkeeper mit-anstoßen: Die individuelle Cuvée. Brauereien liefern viele nahezu perfekte Biere – was also spricht dagegen, sie nach eigenem Geschmack noch ein wenig zu verbessern? Hier ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Habt Ihr etwa schon den Mix aus Propeller NAchtflug und Zwettler Saphir probiert? Beide Biere sind „Singlehopped“ – mit Saphir-Hopfen. Oder wie wäre es mit einer Cuvee aus untergärigem Schwarzbier und einem feinen (obergärigen) Porter bzw. Stout?

Der Umgang mit der Kohlensäure wird dabei von entscheidender BEdeutung sein. Wir werden im Genuss Magazin eine entsprechende GEschichte veröffentlichen, die besten BeerKeeper-Cuvees prämieren. Also fängt schon einmal an mit dem Verschneiden – schön brav üben!

Auch das Thema Bier-Cocktail …

wird neuen Schwung bekommen. Je mehr Bier-Profis die Szene beleben – Beerkeeper, Sommeliers oder Biersommeliers haben Lust ihre eigenen Ideen zu verwirklichen. WIr sind ganz sicher – es wird ein lässiges, gut gemisc htes Jahr 2017!