Mega-Brau.at

Eilmeldung: Konsortium aus Stiegl, Ottakringer und Ritter Bräu kauft die Brauunion und gründet die Mega-Brau.at. Am heimischen Biermarkt bleibt kein Stein auf dem anderen. Während die künftigen Funktionen der Salzburger und Wiener Brauer noch nicht bekannt wurden, sickerte durch, dass Ritter Bräu die kaufmännischen Agenden übernehmen wird. Heinrich Dieter Kiener wird sich in Zukunft ausschließlich seiner Funktion als neuer Rapid-Präsident widmen. Kiener und Schraml haben aus diesem Grund überdies verfügt, dass die Stiegl-Hauptmarke in Zukunft „Grün-Bräu“ heißen soll. (Mit grünen Etiketten, welche eine, natürlich nach oben weisende, Wendeltreppe ziert). Günther Seeleitner hat sich als Biersommelier für den Schalander der Brauwelt beworben, aber noch keinen Zuschlag erhalten, weil sein unmittelbarer Konkurrent um diesen Posten, Andreas Werner, im Leobener Biberstullen angereist war und die Generalbevollmächtigte Marlene Freudenthaler, man kennt ihr Faible für schräge Outfits, sich in die Erscheinung vom schwarzen Mann verguckt hat.

Ein Gerücht besagt, dass Matthias Ortner in Zukunft nicht nur als DJ regelmäßig in Ottakring auftreten wird, sondern Gesamt-Vorstand der Mega-Brau.at für Rock- und Technomusik wird, während Harry Neger die Sektion Stifts- und Klosterbrauereien übernimmt. Offen ist, ob er selbst bei den Prämonstratensern in Schlägl oder bei den Augustinern in Mülln eintreten wird. Der Schlägler Kämmerer, Herr Markus, soll Interesse am Transfer gezeigt haben, allerdings ohne Eile („Die Kirche sieht so etwas in anderen Zeitabschnitten“).

Konzernzentrale der Mega-Brau.at wird der Yppenplatz 4 – auf Wunsch von Heinrich Dieter Kiener: „Weil Wien und innerhalb Wiens ja doch Ottakring der Nabel der Welt ist“, so der oberste Stiegler. Als Christiane Wenckheim dies hörte, outete sie sich spontan. Mit den Worten „Ich bin eine Salzburgerin!“ befahl sie die Verlegung des Ottakringer Aufsichtsrates „Jetzt und für alle Zeiten“ in die Stiegl Brauwelt. Da trat Markus Liebl auf den Plan. Mit den Worten „Das Wasser ist für Vierbeiner … ahem, Entschuldigung … ich sei, gewährt mir die Bitte, in Eurem Bunde der dritte“ schlug er den Pöstlingberg als Sitz des Zentralrates der vereinigten Gewerkschaften der Mega-Brau.at vor und bot sich stehenden Fußes als Betriebsratsobmann an. Selbstverständlich wurde dies per Akklamationem angenommen. Da halfen auch die Rufe von Ewald Pöschko: „Wir Freistädter sind eh schon eine Commune“ nichts. Mit einem rauschenden Fest wurde noch der – einstimmige – Beschluss gefeiert, dass in Österreich fürderhin nur noch die Bierstile Gose und Rauchbier eingebraut werden. Der Biersepp hatte noch verzweifelte Versuche unternommen, dies zu verhindern. Er wurde aber mit der Drohung, wieder die Chefredaktion von bier.pur übernehmen zu müssen, rasch ruhig gestellt. beerkeeper online – Wien am 1. April 2015